Aug
04

... sind die Menschen wie die Geier! Gut, ich sehe ein, dass ich meine Aussage etwas genauer erklären sollte. Also: Gestern habe ich (rein aus beruflichen Gründen) an einem Festzug (Zissel in Kassel) teilgenommen. Außer Flaschenöffnern und Bonbons für die Kinder hatte ich nichts zum Verteilen. Soweit so gut. Dachte ich zumindest. Ich sollte schnell eines Besseren belehrt werden. BONBONS? Manche Kinder schauten mich an wie das 7. Weltwunder. Ja, ich hatte wirklich nur Bonbons. Keine Fußbälle, CDs, T-Shirts, Bier oder Handyzubehör... Ich hatte einfach nur Bonbons. Fast schon hatte ich das Gefühl, die Kinder schauten mich ein wenig mitleidig an.
Als ich noch ein Kind war, und mit weit aufgerissenen Augen am Straßenrand stand, flogen von diesen Festumzugswagen nur Süßigkeiten. Gut, ich gebe zu, dass kleine Gummibärentütchen in der Rangliste vor den Bonbons lagen, aber die waren zumindest noch in den Top-Five. Heutzutage sind Bonbons wohl gerade noch in den Top 100 ...

Bonbon

Tja, und was die Flaschenöffner angeht, so kann ich genau das Gegenteil berichten. Ohne wirklich zu wissen, was ich in meinen Händen hielt, rissen mir die überaus "freundlichen" und "zurückhaltenden" Passanten schon diese kleinen gelben Dinger aus der Hand. Hauptsache kost nix! Wo ist nur der Anstand geblieben?

Mal ehrlich Leute... liegt das an Nordhessen, dem Zissel oder hatte ich einfach nur Pech? Vielleicht kann mir jemand von ähnlichen Erlebnissen berichten? Würde mich sehr über tröstenden Rückmeldungen freuen.

Bis bald,
Eure Tine

Category: Emotions  Tags: , , ,
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One Response
  1. Gero sagt:

    …da ich im gleichem Team wie Tine war, kann ich Ihr nur beipflichten. Wenn man nur die Hand in die Nähe der Tasche mit den Give-Aways geführt hat, ging sofort die La-ola der fordernden Hände los. Dies war ein sehr negativer Nebeneffekt der sonst sehr schönen Veranstaltung. Umso mehr hat es mir nach einer Weile Freude bereitet gezielt auf schüchterne, süße Kinder mit großen überaschten Augen zuzufahren und Ihnen direkt ein Give-Away in die Hand zu drücken. Die Verwunderung und anschließende Dankbarkeit dieser kleinen Engelchen hat mein Herz berührt und mir die Hoffnung gegeben daß noch nicht alles verloren ist. Ich hoffe ich werde die Zeit noch erleben in der Respekt, Dankbarkeit, Anstand und die Freude über die kleinen Dinge im Leben wieder überwiegen…

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